Rob Nelson spricht Klartext: Criminal Profile, Unterdrückungsfeuer und eine Romanze, die man auslassen kann
Rob Nelson, Head of Development und Co-Studio-Head bei Rockstar North, hat Grand Theft Auto VI im Studio in Edinburgh System für System für Famitsu aufgeschlüsselt; das Interview erschien am 28. August. Entscheidend ist die Herkunft. Fast alles, was in der Woche des Extended Look über die Mechaniken bekannt wurde, erreichte uns als Sammlung von Vorschauen. Jetzt steht ein Entwickler mit Namen und Funktion dahinter. Das Criminal Profile ist das erste Mal, dass die Serie die Spielweise mitschreibt, und Nelsons Fassung ist enger als der naheliegende Vergleich mit dem Ehre-System. Es sortiert nicht in gut und böse. Es bewertet, was für ein Verbrecher du bist, professionell oder gewalttätig und gefährlich, und davon hängt ab, wie aggressiv die Menschen und die Welt reagieren. Die Mechanik aus Red Dead Redemption 2, auf die alle zeigen, schließt er ausdrücklich aus: keine Ladenrabatte an einem Balken, weil sich das wie eine Spielregel liest und nicht wie ein Ort. Genauso deutlich sagt er, dass das System niemanden dafür bestrafen soll, den Schurken zu spielen. Sein eigenes Beispiel: einen Juwelier überfallen, dabei jemanden anschießen, den Rest sauber abwickeln und schnell verschwinden, und du landest trotzdem näher am professionellen Ende. Das Fahndungssystem wurde um eine Regel neu gebaut, die Red Dead hatte und Grand Theft Auto nie: Ein Verbrechen zählt nicht mehr, weil das Spiel es gesehen hat, sondern weil jemand es sieht. Nelson sagt, die Sterne steigen absichtlich langsam, damit die Bewertung nicht als Strafe wirkt, und Bargeld in der Tasche ist jetzt wirklich in Gefahr, denn Wasted oder Busted nimmt es komplett. Genau dafür gibt es das Bankkonto im Spiel. Unterdrückungsfeuer ist neu in der Serie. Statt Kugeln ins Ziel zu setzen, zielst du bewusst daneben und schießt in die Nähe, um zu verschrecken oder zu verwirren und Zeit für den Abgang zu gewinnen. Nelson sagt, es gehe darum, ohne getötete Polizisten oder Passanten wegzukommen, und es gebe reichlich Situationen ohne einen einzigen Toten. In der Verfolgung, die er zeigte, überschlug sich der Streifenwagen, weil Jason die Reifen zerschoss, und jeder Beamte darin stieg lebend aus. Langwaffen haben ihre Unsichtbarkeit verloren, und das dürfte das Straßengefühl am stärksten verändern. Ein Gewehr steckt nicht mehr in der Tasche. Man verwaltet es über einen Schrank in jeder Ammu-Nation oder aus dem eigenen Auto. Über der Schulter interessiert es fast niemanden. In den Händen leert es den Bürgersteig und bringt die Polizei zu dir. Nelsons Begründung: Eine Welt mit dieser Detaildichte kann nicht gleichzeitig zulassen, dass man mit einem Karabiner in der Hand herumläuft und niemand aufblickt, wie es GTA 5 tat. Die Beziehung ist ein System, das man ablehnen darf. Ob Jason und Lucia die Geschichte als Paar oder als Mittäter durchlaufen, entscheidet der Spieler, und eine Bindung, die man nicht pflegt, verliert eben, was Nähe freischaltet, Händchenhalten und Küssen inbegriffen. Vernachlässigung ist kein Urteil, die Beziehung lässt sich wieder aufbauen, und im Menü gibt es einen Wert dafür, direkt neben dem Kontostand. Weitere Punkte, die nun festgehalten sind. Der Figurenwechsel ist durch die Geschichte begrenzt und nicht frei: Die Mission im Wohnblock wurde absichtlich auf Jason festgelegt, weil die Lage seine militärische Ausbildung verlangt. Autodiebstahl ist gestaffelt, vom Blechstreifen bei älteren Wagen bis zum Schlüsselkloner, den es erst später gibt, mit Alarmanlagen und Trackern in allem Teuren und einem Alarm, der bei zerbrochener Scheibe losgeht. Unterkünfte wechseln mit den Kapiteln und liegen näher am Lager aus Red Dead als an einem GTA-Safehouse. Essen gibt Boni oben auf die Ausdauer-, Kardio- und Fitnesswerte, die man im Fitnessstudio steigert, und das Minispiel mit den Sätzen beschreibt Nelson als ehrlich fordernd. Ein Prototyp, in dem Einkäufe den Kühlschrank füllten, fiel als zu umständlich weg. Und auf die Frage, ob der 19. November hält, antwortete er lachend, das Spiel werde ordentlich erscheinen. Vier Datenbankeinträge haben sich daraufhin bewegt. Criminal Profile und die Beziehung von Jason und Lucia gehen von im Trailer gesehen auf bestätigt, weil der Entwickler beides selbst beschrieben hat. Die Kartengröße bleibt ein Gerücht, bekommt aber einen Namen: Die Zahlen doppelt so groß wie GTA 5 und dreimal so groß wie Red Dead 2 stammen von Nelson, weitergegeben vom Creator TGG, und nicht aus einer Veröffentlichung von Rockstar. Die Bildrate bleibt ein Gerücht mit besserer Grundlage, denn Famitsu hat nicht danach gefragt, und die viel zitierten 30 fps stützen sich auf eine separate Creator-Sitzung und auf Digital Foundrys eigene Auswertung von Rockstars 4K-Datei: natives 1440p, räumlich hochskaliert, stabile 30 mit gelegentlich einem verlorenen Bild und der Einschätzung, dass ein 60-fps-Modus auf Konsole aus CPU-Gründen sehr unwahrscheinlich ist. Eine Messung und ein weitergegebenes Zitat sind keine Ankündigung, und der Eintrag sagt das so.
Quellen (7)
- www.famitsu.com · 2026-08-28
“きちんと発売されます(笑)”
- kotaku.com · 2026-08-28
- www.gamesradar.com · 2026-08-28
- insider-gaming.com · 2026-08-27
- www.videogameschronicle.com · 2026-08-28
- www.videogameschronicle.com · 2026-08-28
- www.purexbox.com · 2026-08-28